Zwangsarbeit in Walldorf


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Das Durchgangslager Kelsterbach

Das Lager Am Mörfelder Weg bestand von 1941 bis 1945, mit Häftlingen aus allen Nationen. [Quelle : Das nationalsozialistische Lagersystem, Seite ?, Zweitausendeins, Frankfurt 1998]

Über das Durchgangslager Kelsterbach sind - nach heutigem Stand - kaum Akten zu finden, auch über Einzelschicksale von ZwangsarbeiterInnen und ihrer Zeit hier ist nur ganz wenig bekannt. Zu den wenigen erhaltenen Dokumenten gehören die 214 existierenden Sterbeurkunden der im Lager Gestorbenen. Als Todesursache sind meist Krankheiten wie Lungenentzündung, Flecktyphus, Tuberkulose o.ä. angegeben. Doch die glaubwürdig scheinenden Todesursachen verdecken, was wirklich im Lager geschah.

Viele der Toten waren noch Kinder - von den 214 Toten waren 68 noch unter zwei Jahre alt. Und seit Herbst 1943 gab es immer wieder kurze Zeitabstände mit einer starken Häufung von Todesfällen bei Kindern. Ursache dafür waren medizinische Versuche nicht nur, aber vor allem an Kindern. So ist von mehreren Fällen berichtet, in denen Ärzte eine Injektion in der Nähe der Wirbelsäule vornahmen, an deren Folge die - vorher gesunden Kinder - innerhalb kürzester Zeit starben. Vermutlich geschah dies nicht immer so - fest steht aber: in Kelsterbach wurden Kinder sogenannter Ostarbeiterinnen ermordet. (...) [Quelle : http://www.nadir.org/nadir/archiv/antirassismus/grenzcamp01/t11.htm]

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